Logo

Erntedankgottesdienst vom 27. September 2020 im ref. Kirchgemeindehaus


Zahlreiche Besucher haben sich zum heutigen Erntedank-Gottesdienst eingefunden.Einmal mehr konnte man vorne im Saal einen reichhaltigen Gabentisch bestaunen, bestückt mit selbst Gebackenem, mit Gemüse, Früchten und Blumen, alles liebevoll hergerichtet von den Herisauer Landfrauen.
Eine Augenweide sondergleichen!

Wenn man an hungernde Menschen und Flüchtlinge auf der ganzen Welt denkt, können wir uns glücklich schätzen, in einem so privilegierten Land leben zu dürfen. Die Jodlergruppe Hirschberg aus Appenzell erfreute uns zu Beginn mit einem engagiert und freudig vorgetragenen Zäuerli. Pfarrer Peter Solenthaler dankte im ersten Gebet für all diese Gaben. Das Wachsen und Gedeihen liegen aber nicht nur in unserer Hand, wir sind auf Gottes Hilfe angewiesen. Er ermahnte uns, auf Gottes Schöpfung Rücksicht zu nehmen und ihr Sorge zu tragen. Die beiden Kirchenlieder wurden von Heidi Meier am Klavier begleitet, und sie gestaltete auch das Zwischenspiel. Vor der Predigt brachten glückliche Eltern ihr Kind zur Taufe.

Beim Predigttext aus Lukas 12 in den Versen 16 und folgende kam die Frage auf: Wann ist ein Mensch wirklich glücklich und zufrieden? Mit Geld und Anhäufen von Reichtum kann man sich viele Wünsche erfüllen, die einen auch glücklich machen. Ist das aber wirklich die einzige Befriedigung in unserem Leben? Was aber macht die innere Zufriedenheit, das innere Glück aus?

Das Gleichnis erzählt von einem reichen Gutsbesitzer mit einer besonders guten Ernte, die er in grosse, neugebaute Scheunen einlagert, sich für viele Jahre versorgt weiss und "nach Herzenslust trinkt und das Leben geniesst". Gott aber spricht: "Noch in dieser Nacht werde ich das Leben von Dir zurückfordern. Wem gehört dann Dein Besitz"? Jesus sagt: "So steht es mit allen, die für sich selber Besitz anhäufen, aber bei Gott nichts besitzen". Lassen wir uns von Jesus in unsere Seele schauen und vertrauen wir auf Gott!

Das "Unser Vater" wurde nicht von der Gemeinde gesprochen, sondern von der Jodlergruppe in Mundart gesungen. Nach den Mitteilungen über die Kollekte für Pro Natura und die Abkündigungen kamen wir nochmals in den Genuss eines Zäuerlis. Bei Kaffee und Kuchen konnte man noch etwas verweilen oder sich am Gabentisch bedienen.

Annamarie Weber-Candrian, 29.9.2020