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Sinfoniekonzert des Swiss Orchestra - Sonntag, 24. April, 17.00 Uhr


Die Stiftungen von Herisau** laden zu einem Sinfoniekonzert des Swiss Orchestra in die neu renovierte Kirche von Herisau ein.
Das Konzert findet am Sonntag, 24. April, um 17.00 Uhr statt. Türöffnung ist bereits um 16.15 Uhr. Das Konzert dauert ca. 90 Minuten. 

Der Eintritt ist frei.

Dirigiert wird das Sinfonieorchester von Lena-Lisa Wüstendörfer.

**Folgende Stiftungen ermöglichen diese Konzert:
Steinegg-Stiftung Herisau / Dr. Fred Styger Stiftung / Hans und Wilma Stutz Stiftung / Friedrich und Anita Frey-Bücheler Stiftung / Lienhard. Stiftung. / Metrohm Stiftung / Huber+Suhner Stiftung / Johannes Waldburger-Stiftung Herisau

Swiss Orchestra

Das Swiss Orchestra wurde 2018 von Lena-Lisa Wüstendörfer gegründet und verschreibt sich der Schweizer Sinfonik. Populäre Werke grosser Klassiker werden unbekannteren, aber qualitativ hervorragenden sinfonischen Werken von Schweizer Komponisten gegenübergestellt. Das Orchester setzt sich aus Berufsmusikern der jüngeren Generation zusammen, erstklassigen Instrumentalisten aus angesehenen Sinfonie- oder Kammerformationen. Das Swiss Orchestra versteht sich als Orchester für die ganze Schweiz.

KONZERTPROGRAMM

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
«Eine kleine Nachtmusik», Serenade Nr. 13 für Streicher in G-Dur, KV 525
I. Allegro
II. Romanzi. Andante
III. Menuetto. Allegretto - Trio
IV. Rondo. Allegro

Noldi Alder (1953 Urnäsch)
Kafiwasser
Hackbrettwelten
De Wedetäcktig
Zitt isch gsiä
Flüch oder i nemm di
Endspurt

Joachim Raff (1822 Lachen – 1882)
Cavatina aus «Six Morceaux», op. 85 Nr. 3, arrangiert für Solo-Violine und Streicher

Piotr Iljitsch Tschaikowski (1840 – 1893) und Paul Juon (1872 – 1940 Vevey)
Highlights aus Serenade für Streicher in C-Dur, op. 48 und 5 Stücke für Streichorchester, op. 16
I. Pezzo in forma di sonatina: Andante non troppo – Allegro moderato (Tschaikowski)
II Valse: Moderato – Tempo di valse (Tschaikowski)
IV. Elegie (Juon)
V. Tanz (Juon)
IV.Finale: Tema russo (Tschaikowski)

Das Konzert beginnt mit Wolfgang Amadeus Mozarts "Kleiner Nachtmusik", deren erster Satz - womöglich das klingende Symbol klassischer Musik schlechthin - allenthalben bekannt sein dürfte. Die Streicherserenade, die trotz ihrer Bekanntheit erstaunlich selten im Konzertsaal zu hören ist, lässt das Swiss Orchestra in lebendig-neuem Glanz erstrahlen.

Als Solist am Hackbrett tritt der bekannte Urnäscher Noldi Alder auf, der als "Volksmusik-Rebell" und ständiger Erneuerer des traditionellen Naturjodels und der traditionellen Volksmusik gilt. Sein Schaffen, das stets zwischen Tradition und Improvisation oszilliert, ist stark von überlieferten Appenzeller Tänzen und von Naturjodel-Melodien der Zäuerli beeinflusst - den ursprünglichen Klängen aus dem Säntis-Vorland. In Herisau erklingen sechs Tanzmusik-Stücke, die Noldi Alder komponiert bzw. für Streichorchester arrangiert hat. Mit Ausnahme des Naturjodel "Zitt isch gsiä" handelt es sich hierbei um Tanzmusik-Stücke, welche sich allerdings auch wunderbar für eine konzertante Aufführung eignen.

Im Anschluss an die Töne des Hackbretts entführt die "Cavatina" - das wohl bekannteste Werk des Schwyzer Komponisten Joachim Raff, der 2022 seinen 200. Geburtstag feiert - die Zuhörer*innen in die Klangwelten romantischer Musik des 19. Jahrhunderts. Ursprünglich konzipiert als Teil der "Six Morceaux für Violine und Klavier", avancierte die "Cavatina" als einzelner Satz zum populärsten Stück von Raff, so dass sie für den Konzertsaal arrangiert wurde und sogar auf der unheilsamen Jungfernfahrt der RMS Titanic 1912 erklang.

Als Schlusspunkt folgen Auszüge aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Serenade für Streicher, die im Wechsel mit Paul Juons "5 Stücke für Streichorchester" aufgeführt werden. Durch diese aussergewöhnliche Verschränkung einerseits des Russen mit persönlichen Verbindungen in die Schweiz und andererseits des in Moskau geborenen Schweizers mit Graubündner Wurzeln wird das Leitprinzip des Swiss Orchestra, unbekannte Schweizer Kompositionen mit Klassikern der Musikwelt zu verbinden, auf die Spitze getrieben.